Montag, 3. Juni

Um 1030 laufen wir mit Brujo zum Schloss Kronborg und besichtigen dieses ausgiebig. Berühmt wurde das Schloss, da William Shakespeare hier die Handlung des Hamlet spielen liess.

Anschliessend streunen wir über den Hafen durch die Altstadt. Bei einem Bier und Smoerrebroed stärken wir uns für den Rest des Tages. Zurück beim WoMo hat meine liebe Frau noch nicht genug und gibt sich auch noch das Schloss Marienlyst.

 

Ich mache es mir derweil im WoMo gemütlich und wechsle zum wiederholten Mal dieselbe Sicherung, welche wegen des Ladegerätes chinesischer Provenienz immer mal wieder durchbrennt. Ein grosses Dankeschön an Leisi, welcher uns mit Ersatzsicherungen für das WoMo ausgerüstet hat. Dann mache ich mich wieder an unseren Reisebericht. Um 2200 bin ich beim 30. Mai angelangt und lasse es erst mal gut sein. 7 Stunden sind genug. 

Dienstag, 4. Juni

Wir kommen erst um 1200 los, obwohl wir schon um 0900 aufgestanden sind. Körperpflege, WoMo be- und entsorgen, Hund etc. benötigen halt schon viel Zeit. Wir fahren nach Humlebaek zum Louisiana Museum. Pop Art und Design sind die Themen. Man findet hier Werke von Andy Warhol und Roy Lichtenstein, aber auch Eames oder Panton. Die Schweiz ist mit Plastiken von Alberto Giacometti vertreten. Die Auswahl der Bilder ist zu gross, deshalb unten nur eines und hier der Link zum Museum: http://www.louisiana.dk/uk/Menu/

 

Nach ein paar Stunden fahren wir über die Oeresundbrücke nach Schweden. Kurzer Besuch von Malmö. Hunderte Studenten fahren auf grossen Lastern singend und johlend durch die Stadt und veranstalten ein Riesengetöse. Wir haben den Tag des Schulabschlusses erwischt. Gegen 2000 verlassen wir Malmö Richtung Lund, unser erstes Ziel für morgen. Wir parken auf dem Parkplatz eines kleinen Naturreservats und nehmen zum ersten Mal das Jedermannsrecht in Anspruch. In Schweden, Finland und Norwegen darf man nämlich ungefragt eine Nacht stehen, solange man 150m von einem Gebäude entfernt ist.

Mittwoch, 5. Juni

Lund ist schnell erreicht. Sylvia geht wieder auf Tour, ich habe so langsam einen Kulturstau und bleibe im WoMo. Das Tagebuch will schliesslich auch nachgeführt sein denn bis wir wieder Internet haben kann es dauern. Die Erinnerungen verblassen schnell, gerade bei einem so dichten Programm (ich freue mich auf die Natur im späteren Verlauf unserer Reise).

Nach Lund besichtigen wir die Tykarpsgrottan von Ignaberga, etwas südlich von Hässleholm. Die Grotte ist eine ehemalige Kalksteinmine, aus welcher schon im 11. Jahrhundert Kalkstein gebrochen wurde. Das Labyrinth erstreckt sich auf über 20'000 m2 und liegt ca. 10 Meter unter der Oberfläche. Sie diente verschiedenen Filmen als Kulisse, so auch in den 80-er Jahren für den Jugendfilm Ronja Räuberstochter.

 

Am Abend suchen wir wieder einen Camping mit WiFi, aber beim Platz unserer Wahl ist ausgerechnet heute das WiFi ausgestiegen. Diesen "Hinweis" nehmen wir ernst und schlagen uns wieder wild in die Büsche was zu einer tollen Nacht führt und uns super schlafen lässt :-)

Donnerstag,6. Juni

Ueber Ronneby fahren wir nach Karlskrona. Das dortige Marinemuseum ist eine wohltuende Abwechslung von den Schlössern und Kirchen welche man "gesehen haben muss". Schiffsbaukunst der vergangenen Jahrhunderte ist zu bewundern, dazu etwas schwedische Geschichte. Im davor liegenden Hafen kann man 2 echte Kriegsschiffe besichtigen. Während Sylvia sich auch noch die Bastion Aurora gibt, nehme ich eines der Kriegsschiffe in Augenschein und inspiziere dieses auch von innen.

In Kalmar, wo wir gegen 1800 eintreffen, spazieren wir um die Wasserburg. Da diese noch bis 2014 renoviert wird hätte sich ein Besuch sowieso nicht gelohnt, da die meisten Räume für die Oeffentlichkeit zur Zeit nicht zugänglich sind.

Wir überqueren noch die Brücke auf die Insel Oeland und lassen uns in Färjestad nieder.  Heute, am schwedischen Nationalfeiertag, ist Oldtimertreffen am Hafen. Ich mache ein paar Fotos.

Ein paar Ponys für Sassa!?

oder doch lieber die Corvette?

 In einer Hafenkneipe lassen wir den Abend ausklingen.

Freitag, 7. Juni

Wir wollen ein paar Tage hier auf Oeland verbringen. Heute fahren wir erst mal zum südlichsten Punkt. Unterwegs besichtigen wir ein paar Sehenswürdigkeiten wie einen Stein, welcher vor rund 1000 Jahren von einem schwedischen König aufgestellt worden sein soll

ein paar Gräberfelder aus der Eisenzeit

 

und eine Windmühle, von denen es hier auf der Insel noch etwa 400 gibt.

Samstag, 8. Juni

Nach einer ruhigen Nacht direkt am Meer fahren wir weiter in Richtung Norden der Insel Oeland. Wir besuchen das Schloss Borgholm, eine Ruine welche noch sehr gut erhalten ist. Gleich daneben befindet sich das Sommerschloss Solliden der schwedischen Königsfamilie. Allerdings kann man nur den Garten besichtigen. Da heute die jüngste Tochter des Königspaares heiratet ist sowieso niemand zuhause und wir verzichten und fahren weiter bis nach Löttorp. Auf diesem schönen Campingplatz wollen wir 2 Nächte bleiben. Sylvia wäscht zum ersten Mal unsere Wäsche. Ich mache mich über das Internet her.

Sonntag, 9. Juni

Nach dem Frühstück bei Sonnenschein trübt sich der Himmel ein und es fängt an zu regnen. Passend für das Nachführen unseres Reisetagebuchs. Der ganze Tag geht dafür drauf, unterbrochen nur durch skypen mit unseren Gästen in Cham (Heather und Nick), welche für ein paar Tage in der Schweiz weilen.