Montag, 11. März

Um 0930 geht es endlich los. Wir fahren mit unseren T5 zu Bimobil nach Oberpframmern bei München. Die österreichischen Mautwächter schröpfen uns bei Bregenz. In der Meinung, dass wir auf ein Mauthäuschen treffen werden fuhren wir vor Bregenz auf die Autobahn, um die Stadt durch den Pfändertunnel zu umgehen. Nach dem Tunnel werden wir gestoppt und wir sind schon mal EUR 120 los, weil wir keine Durchfahrtsvignette besitzen. Es gibt nämlich nur eine Mautstelle von Deutschland Richtung Oesterreich, aber nicht in der Gegenrichtung. Das wissen natürlich nur Insider und die Mautkontrolleure. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als bei diesen Strassenräubern lautstark Dampf abzulassen ob dieser Riesenschweinerei.Oesterreich als Ferienland ist für uns in den nächsten Jahren gestorben, nicht zuletzt auch deshalb, weil wir mit  unserem neuen WoMo mit seinen 5 Tonnen Gesamtgewicht Strassenmaut wie ein 40-Tönner bezahlen müssen.

Bei Bimobil angekommen, werden wir erst Mal in die Bedienung der verschiedenen Komponenten eingeführt. Obwohl wir mit Interesse dabei sind bleibt wohl nur ein Teil der Instruktionen in unseren Köpfen hängen. Aber wir erhalten ja eine dicke Mappe mit allen Bedienunsanleitungen, welche wir uns dann irgendwann einverleiben werden. Wir haben heute ja noch Einiges vor.

   

Da in Deutschland seit letztem Jahr jedes Fahrzeug bei der Zulassungsstelle des Wohnortes zugelassen werden muss, fahren wir gegen Abend mit dem T5 nach Fensterseifen in unser Haus in der Eifel. In Rheinland-Pfalz fängt es an zu schneien. Ermattet fallen wir nach Mitternacht in unser Bett.

 

Dienstag 12. März

Am Morgen ist es überraschend  hell. Schnee so weit das Auge reicht. Unser Bus muss erst mal ausgegraben werden. Es liegen 20cm Neuschnee. Zuerst fahren wir zur KFZ-Zulassungsstelle in Mayen, wo wir die begehrten Schilder erhalten. Danach ab auf die Autobahn Richtung München. Alles dicht. Für die ersten 5 Kilometer benötigen wir eine ganze Stunde. Und der Schneefall wird immer dichter. Schicksalsergeben schleichen wir Richtung Süden, nicht ohne den Termin für heute Abend beim Hersteller des Offroad-Navisystems abzusagen. Um 1845 treffen wir dann endlich wieder bei Bimobil ein. Unsere erste Nacht im WoMo verbringen wir direkt auf dem Gelände des Herstellers. Noch Wasser einfüllen, Heizung anschmeissen und ab in die Koje. Es schneit immer noch.

Mittwoch, 13. März

Heute nehmen wir es gemütlich. Die Strecke von Oberpframmern nach Kaufbeuren, wo sich Trophy-Tec befindet, beträgt nicht mal 200 Kilometer. Das ist für die erste Fahrt mit dem WoMo gerade recht. Schliesslich schnet es noch immer. Wir treffen um 1500 bei Trophy-Tec ein und melden uns erst mal an. Um 1700 werde ich die Einführung erhalten. So bleibt uns noch Zeit, einige Einkäufe zu machen. In einem Elekttro Discount fällt mir ein schon etwas angejahrtes LKW Navi in die Hände, welches ich für EUR 100 erstehen kann. Schon mal nicht schlecht. Damit wird mir die Fahrt durch enge Quartierstrassen in Zukunft erspart bleiben. 2.30 Meter Breite und 3.50 Meter Höhe ist halt nicht Nichts. Die Instruktion des Offroad-Navis zieht sich bis 2200 hin. Also übernachten wir gleich an der Quartierstrasse und testen das WoMo bei Schneefall und 10 Grad unter Null. Im WoMo ist es muckelig warm, die Sat Anlage funktioniert auf Anhieb und wir schauen bei einem schönen Glas Rotwein noch etwas fern.

Donnerstag, 14. März

Heute ist mein Geburtstag. Auf der Strasse liegt Schnee. Wir fahren erst mal zum WoMo Stellplatz in Kaufbeuren und entleeren unser Klo. Auch das klappt auf Anhieb. Dann fahren wir dem Bodensee entlang nach Schaffhausen, wo wir die Grenze zur Schweiz überqueren wollen. Die kurze Strecke durch Oesterreich hätte uns ja, wie berichtet, viel zu viel Aufwand gekostet. Kurz vor der Grenze übernimmt Sylvia das WoMo und ich steige in den T5 um. An der Grenze schfüttelt Frau Holle nochmals kräftig ihre Kissen und das WoMo ist im Rückspiegel fast nicht mehr zu erkennen. Nachdem Sylvia die Grenzformalitäten erledigt hat und wir das Formular für die Schweizer LSV haben, fahren wir nach Knonau, wo wir das WoMo für die nächsten Wochen bei Moreno, einem Freund seit Kindertagen, einstellen. Die ersten 500 Kilometer sind geschafft, wir auch!